Presse / Berichte aus der Sektion Rugby
Bernd-Best-Turnier 2004

Die Greifswalder Rollmöpse holten sich beim weltgrößten Rollstuhl-Rugby-Turnier in Köln den Pokal und bewiesen einmal mehr, was man mit mannschaftlicher Geschlossenheit erreichen kann.
Erschöpft aber überaus glücklich lagen sich die Spieler, Betreuer und Trainer des Greifswalder Team „Rollmöpse“ nach drei Tagen spannender Spiele in den Armen: Nach dem 29:25-Sieg gegen die Ulmer Donauhaie stand fest, dass nach dem 9. Platz im vergangenen Jahr nun der Pokal errungen werden konnte.
Schon am ersten Tag stand der Gruppensieg fest. Das erste Match sollte wie erwartet das ausgeglichenere Vorrundenspiel sein. Gegen die Berliner Raptors gab es in der Anfangsphase einen ständigen Führungswechsel.
Erst ab der zweiten Spielhälfte konnte ein Vier-Tore-Vorsprung heraus gearbeitet werden, der auch bis zum Ende gesichert wurde. Im zweiten Spiel ging es gegen die Blue Cologne Alligators zur Sache: Durch eine schnelle und deutliche Führung war es möglich, verschiedene taktische Spielzüge auszuprobieren und einen ungefährdeten Sieg nach Hause zu bringen.
Am zweiten Tag lag nur ein Spiel an, und zwar ein Kreuzspiel gegen die Black Cologne Alligators. Auch hier ging man sofort in Führung, so dass sich alle Spieler ausprobieren konnten und so auch mal mit anderen Mitspielern agierten. Am Ende gab es den dritten Sieg.
Nun sahen sich Trainer Daniel Lemke und die Spieler noch das Spiel Koblenz gegen Ulm an. Beide sollten die Gegner am dritten Tag sein, als es um die Vergabe der Plätze eins bis drei ging. Es lag nun in den Händen der Mannschaft, welcher der drei Plätze es am Ende sein sollte. Durch das Beobachten beider Mannschaften am Vortag war der taktische Spielaufbau klar.
In den ersten beiden Vierteln erwies sich die Umsetzung gegen die Koblenzer Spieler schwieriger als gedacht, so das es zur Halbzeit 17:16 stand. In der Pause wurde die Marschroute nochmals festgelegt, und das zeigte Wirkung. Denn jetzt spielte man sicher, der Vorsprung wuchs immer mehr an und dem Finaleinzug stand nichts mehr im Wege.
Jetzt waren alle heiß auf den Gesamtsieg. Von Anfang an wurde gegen die Ulmer Druck gemacht. Eine geballte Ladung „Rollmöpse“ sorgten dafür, das der Vorsprung auf sechs Tore ausgebaut wurde. Während des gesamten Spiels wurden endlich die taktischen Vorgaben umgesetzt. Eine geschlossene Mannschaftsleistung.
Genau dies machte möglich, das die Greifswalder Rollmöpse dort standen, wo sie keiner vermutet hatte: Nämlich auf Platz 1 der Basisliga auf dem weltgrößten Rollstuhl-Rugby-Turnier in Köln. Großer Dank allen Sponsoren und Betreuern.
Für die „Rollmöpse“ spielten: D. Weber, Ch. Kruse, Ch. Hinz, A.Pach, J. Meyer, K. Krämer.
Ergebnisse:
Spielmodus: Aufteilung in zwei Gruppen (jeder gegen jeden) mit anschließenden Platzierungsspielen in Gewinner- und Verlierergruppe
Berlin Raptors 2 - Greifswalder Rollmöpse 29 : 33
Greifswalder Rollmöpse - Blue Alligators Cologne 41 : 16
Greifswalder Rollmöpse - Black Alligators Cologne 33 : 28
Koblenz Speedos - Greifswalder Rollmöpse 28 : 40
Greifswalder Rollmöpse - Ulmer Donauhaie 2 29 : 25
Platzierung:
1. Greifswalder Rollmöpse
2. Ulmer Donauhaie 2
3. Koblenz Speedos
4. Black Alligators Cologne
5. Blue Alligators Cologne
6. Berlin Raptors 2
(D.L.)