GREIFSWALDER SPORTGEMEINSCHAFT 01 e.V.

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Presse / Berichte der Greifswalder Sportgemeinschaft 01 e.V.

Basketball
08.09.08

3. Brandenburgischer Rollstuhlbasketball-Cup

Am letzen Wochenende wurden Basketballer von überall her ins brandenburgische Belzig zum 3. Brandenburgischen Rollstuhlbasketball Cup eingeladen. Als Vorjahresdrittplazierter und zum Einstieg in die neue Saison haben die Wikinger nicht lange gezögert und nahmen die Einladung an.

Aber schon am ersten Tag war das Chaos perfekt. Der durch die Turnierleitung ausgearbeitete Ablauf wurde null und nichtig als sich herausstellte, dass anstelle von 10 Mannschaften nur 9 kamen. Anstelle von geplanten 2 Gruppen zu je 5 Mannschaften wurden nun in drei 3er Gruppen gespielt. Dies sorgte während des ganzen Turniers hin und wieder für Probleme und Missverständnisse was die folgenden Spiele und deren Startzeiten anging.

Der erste Gegner im Auftaktspiel der Wikinger war die Landesauswahl der Damen. Grade frisch aus der Sommerpause gekommen konnten die Wikinger hier ein ums andere mal Punkten. Auch der Neuzugang bei den Wikingern, Maik Bollerjahn, fand gut ins Spiel und konnte das ein oder andere Mal einen Wurf erfolgreich beenden und zum positiven Endergebnis von 22:44 beitragen.

Um die Kräfte für noch kommende Spiele zu schonen, wurde fortwährend durch gewechselt. Dies war insbesondere deswegen wichtig, da man nicht wie im letzen Jahr mit einem großen Kader angereist war sondern in Minimalbesetzung mit nur einem Austauschspieler. Lediglich am Sonntag standen 2 Spieler zum Wechseln zur Verfügung.

Als 2. Gegner trat der RSC Berlin an. Die Leichtigkeit und Lockerheit aus dem ersten Spiel war auf einmal dahin, Ballverluste und schlechte Trefferquoten machten das Spiel zu einer Zitterpartie und stärkten den Gegner. Diese nutzten die Gelegenheit und bauten einen Vorsprung auf den die Greifswalder zwar verkleinern, aber nie gefährden konnten. Nur in der Schlussphase konnten die Wikinger nochmals aufholen, verpassten aber die Gelegenheit zum Ausgleich und mussten sich mit einem knappen 20:23 geschlagen geben.

Das letze Spiel bestritten die Nordmänner gegen den RSV Stahnsdorf, wissend, dass sie am nächsten Morgen ebenfalls gegen den RSV antreten müssen und dann das komplette Hin- und Rückspiel zusammen gewertet werden. Müde und fertig von dem Tag, rafften sich die Spieler zusammen um eventuell eine Überraschung im Turnier zu erzielen und falls nicht um zumindest nicht allzu hoch zu verlieren, damit man am nächsten Morgen mit frischen Kräften zurückgeschlagen werden kann.

Beide Mannschaften fanden gut ins Spiel. Die favorisierten Stahnsdorfer konnten sich nie weit absetzen und die Greifswalder fanden immer einen Weg ins Spiel zurück. Aber trotz aller Bemühungen hatten die Partien davor und die fehlende Vorbereitungszeit auf die neue Saison ihre Spuren hinterlassen. Stahnsdorf konnte zum Schluss Korb um Korb erzielen. Aber die Wikinger kämpften um jeden Korb um den Abstand nicht größer werden zu lassen, um am nächsten Tag evtl. doch noch vorne zu stehen. Schlussendlich musste man sich mit einem 42:18 und 24 Punkten Differenz geschlagen geben, was für das Rückspiel am nächsten Tag nichts Gutes verhieß.

Das Rückspiel am Sonntag fand dann mit ziemlicher Verspätung an, das der RSV erhebliche Probleme hatte und teilweise das Spiel komplett in Frage stand. Um 09:45 wurde das Spiel dann angepfiffen. Von der ersten Minute an war erkennbar, dass die Diener Thors sich vorgenommen hatten, die Niederlage vom Vortag wett zu machen. Der benötigte Vorsprung von 24 Punkten war zwar nie in Sicht aber es ging um Revanche und so wurde jeder Rebound, jeder Korberfolg gefeiert. Führungswechsel auf beiden Seiten im Minutentakt machte das Spiel spannend und schnell. Schlussendlich hatten aber die Wikinger 2 Punkte mehr auf Ihrem Konto. Der Endstand lautete somit 28:30.

Leider verpassten die Greifswalder durch die hohe Niederlage gegen die Spieler aus Stahnsdorf am Vortag den Einzug ins Halbfinale und fanden sich so mit den Stralsunder Piraten und dem RSC Berlin in den Plazierungsspielen um die Plätze 5-7 wieder. Mit dem RSC hatte der GSG01 noch eine Rechnung vom Vortag offen und wer die Basketballer aus Greifswald schon länger kennt weiß, dass sie eine tiefe Freundschaft mit den Spielern aus Stralsund verbindet und das die Spiele zwischen beiden Mannschaften immer einen besonderen Reiz haben.

So standen sich also erneut beide Mannschaften gegenüber. Die Piraten konnten den Wikingern nichts entgegensetzen und diese erarbeiteten sich einen guten Vorsprung. Aber so leicht gaben die Stralsunder nicht auf. Mit einer taktischen Umstellung und einem konzentriertem Spiel kämpften sie sich Korb um Korb an die Wikinger heran und sahen sich plötzlich zu recht in Führung liegend. Alle Bemühungen das Spiel zu Kippen verliefen im Sand. So konnten die Piraten dieses Mal bei einem 32:27 den Platz als Sieger verlassen.

Als nächster Gegner wartete nun der RSC Berlin auf die Spieler aus Greifswald. Diese hatten in der Gruppenphase nur sehr knapp gewonnen. Das wollten die Wikinger nicht auf sich sitzen lassen und so wurden noch einmal alle Kräfte mobilisiert. Ein letzes Mal donnerte ein „AUF SPASSS“ durch die Albert Baur Halle in Belzig und das letze Spiel begann. Dieses konnte man mit dem aus der Vorgruppe nicht vergleichen. Die Greifswalder stellten sich gut auf den Gegner ein und konnten ein ums andere mal einen Angriff der Gegner vereiteln und selber punkten. So erspielten sie sich Vorsprung den sie bis zum Abschluss nicht mehr aus den Händen ließen. Nach dem Abpfiff stand ein ungefährdetes 23:32 auf der Anzeigetafel. Der Jubel war groß und eine Freude machte sich breit als wenn man soeben ein Finale gewonnen hätte. Was dieser Sieg bedeuten sollte, zeigte sich bei den Ergebnissen der Platzierungsspiele.

Mit nur einem Korb Vorsprung musste sich die Piraten aus Stralsund mit Platz 6 zufrieden geben und konnten den Wikingern zum 5. Platz gratulieren. Die Spieler des RSC Berlin mussten sich mit Platz 7 von 9 begnügen.

Dazu muss gesagt werden, dass durch die umgestellte Turnierordnung und die dadurch resultierenden neuen Gruppen-, Qualifikations-, und Platzierungsspiele der RSC um den Einzug ins Halbfinale betrogen wurde. So hatten sie alle Spiele in der Gruppen- und Qualifikationsphase bis auf eins verloren und mussten unverständlicherweise nun um die Plätze 5-7 kämpfen.

Abschließend bleibt zu sagen, dass einige Spiele auch anders hätten ausgehen können. Getreu ihrem Motto „Auf Spaß“ sollte aber jeder an dem Erfolg teilhaben und auch am Spielgeschehen teilnehmen, also wurde auch entsprechend gewechselt.

Gewonnen hat den 3. Brandenburgischen Rollstuhlbasketball Cup die Mannschaft aus Cottbus. Dieses deutete sich allerdings schon bei dem ersten Spiel an, als diese mit 4 großen Fußgängern das Feld betraten und war somit auch keine große Überraschung.

Mit dem Blick auf das nächste Turnier sollte hier noch erwähnt werden das die Greifswalder Wikinger immer auf der Suche nach neuen Mitspielern sind und vor allem einen engagierten Trainer suchen, der Interesse hat, sich in diesen spannenden Sport einzuarbeiten.