Presse / Berichte der Greifswalder Sportgemeinschaft 01 e.V.
Ersatzgeschwächte Rollmöpse kämpfen stark
Im Brandenburgischen Rheinsberg fand am vergangenen Wochenende der alle 2 Jahre stattfindende Donnersmarck Cup statt. Starteten 2007 die Greifswalder Rollmöpse noch mit 2 Mannschaften (Platz 2 und 3) und unter reellen Bedingungen, musste dieses Mal einiges Lehrgeld bezahlt werden. So standen den Greifswaldern Mannschaften aus Heidelberg, Frankfurt a/M, Karlsruhe, Berlin und Bayreuth gegenüber.
Ersatzgeschwächt diesmal nur mit einer Mannschaft ging es im Auftaktspiel gleich gegen die Mannschaft aus Bayreuth, welche sich mit 3 Spielern aus Dresden verstärkt hatte. In einem sehr abwechslungsreichen spannenden Spiel konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen. Als die Rollmöpse in der 2. Spielhälfte mit 3 Toren in Führung gingen, verfehlten sie den nötigen Druck nachzulegen. Ergebnis dessen war das der Gegner aufholte und im letzten Viertel selber in Führung ging. Erst in der letzten Minute konnten der Spieß wieder umgedreht werden. Dem Ausgleichtor folgte gleich ein Turn Over, so dass das Spiel knapp mit 36:35 gewonnen wurde.
Gegen Karlsruhe, konnte der wichtigste Spieler, ein erfahrener Nationalspieler, nicht aus dem Spiel genommen werden. Somit war das Spiel eher von seiner Einseitigkeit geprägt, wo die Greifswalder Rollmöpse deutlich mit 26:43 das Nachsehen hatten. Gegen Frankfurt traf man auf eine Mannschaft, mit 3 ehemaligen und einem aktuellen Nationalspieler. Diese Erfahrung machte sich der Gegner zu Nutze und holte sich einen Turn Over nach dem anderen. Auch wenn in den Reihen der Rollmöpse ein Nationalspieler dabei ist, konnten mit der deutlich dezimierten Mannschaft (Krankheit) nur kurzzeitige Akzente gesetzt werden. Nachdem runter wechseln seitens Frankfurt, konnten die Rollmöpse mit der erstmals spielenden Linie 2-2-2-0,5 einiges üben. Auch dieses Spiel gewann berechtigterweise der Gegner mit 48:25.
Am Sonntag trafen die Rollmöpse in aller Frühe auf den späteren Turniersieger. Durch vorherige Spielbeobachtung startete man selbstbewusst und konnte mit 5:2 in Führung gehen. Leider wechselten die Berliner Ihre Taktik, so dass wir uns nicht mehr so entfalten konnten. Einige Zeit konnten die Rollmöpse noch mithalten, aber die Kraft ließ in Hälfte 2 nach, so dass dieses Spiel auch deutlich mit 44:25 verloren ging. Das Spiel gegen Heidelberg wurde wieder durch eine „Ein Mann Schau“ geprägt, welcher eigentlich nichts in der 2. Bundesliga zu tun hat. Auch dieser Spieler konnte nicht kontrolliert werden und das mithalten hielt sich in Grenzen, so dass auch dieses Spiel verloren ging. Im Platzierungsspiel trafen wir somit wieder gegen unseren ersten Gegner. Leider waren diese durch eine Verletzung bei einem der Leistungsträger in der Mannschaft gehandicapt. Dennoch konnte Bayreuth das Spiel bis zur Halbzeit offen gestalten. Hier machte sich die Größe des Rollmopskaders bezahlt. So konnte effektiv gewechselt werden und der Toreabstand bis zum Schlußpfiff auf 44:33 ausgebaut werden.
Dennoch kann man dem Turnierverlauf einiges Positives abgewinnen. Man hat viele alte Freunde getroffen und die Greifswalder Rollmöpse konnten sich auf das Anfang April in Köln stattfindende weltgrößte Rollstuhl Rugby Turnier vorbereiten.
Es spielten: M. Kreuchauf, A. Orschau, D. Weber, H. Müller, T. Ammon, J. Meyer, K. Krämer, Ch. Hinz
Vielen Dank an unsere Helfer Steffi und Franzi, unsere Schiris Manu und Carsten und natürlich unseren Sponsoren OTS, OTTO BOCK, Astra Tech und KfZ Umrüstung Weber und Herrmann
Text: Daniel Lemke
Fotos: Claudia Schilling (siehe Galerie)
