Presse / Berichte aus der Sektion Tauchen
6. Behindertentauchtag in Rheinsberg und Umgebung
Wer dachte diese Jahr hört man nichts mehr vom Behindertentauchtag, der hat sich geirrt.Denn letztes Wochenende war es soweit. Letztes Jahr noch in der Ostsee, sollte dieses Jahr der Weg nach Rheinsberg und Umgebung führen. Mit dem Haus Rheinsberg haben wir in der Organisation einen guten Mitstreiter gefunden, so auch die Meinung von Torsten Voigt, der auch dieses Jahr die Gesamtorganisation getragen hat und gleichzeitig für die Ausbildung von Menschen mit Behinderung in der Greifswalder Sportgemeinschaft 01 e.V. verantwortlich ist.Von Donnerstag bis Sonntag, wollten die Tauchbegeisterten mit und ohne Handicap ihren Spaß haben.
Am Donnerstag Abend war erst mal Treff im Cafe Tucholsky, wo organisa-torische Dinge durchgesprochen wurden. Freitag früh fuhr man zum Großen Stechlinsee, einen der klarsten Seen in ganz Deutschland. In der dort stationierten Tauchbasis fanden wir Unterschlupf, da es an diesem Tag nur regnete. Aber man wollte ja unter Wasser und da nutzen alle die „perfekte Kleidung“ um dem Wetter auch außerhalb des Wassers zu trotzen. Über einen kurzen holprigen Weg, ging es nun endlich zum bzw. ins Wasser. Trotz der Bewölkung waren allen überrascht, das man in 7m Tiefe noch so gut sehen konnte. Barsche, kleine Hechte, Karpfen und auch amerikanische Flusskrebse waren die Sichtausbeute unter Wasser. Den ganzen Tag wurde getaucht und am Abend waren alle erschöpft, aber es wurde sich dennoch die Zeit genommen das erlebte noch bis in die Nacht auszutauschen.
Am Samstag machten sich die Taucher im Schwimmbad des Haus Rheinsberg breit, wo auch Gästen des Hauses im Rahmen des Tages der offenen Tür, Schnuppertauchen angeboten wurde. Diese nutzen diese Gelegenheit, um zu erfahren was für ein Gefühl es ist mit einer Behinderung frei und ohne Barrieren durch das Wasser zu schweben. Aber auch ein Tauchlehrer aus Itzehoe machte neue Erfahrungen. Wie betreue ich einen behinderten Taucher oder was muß beachtet werden?- Fragen in denen Manfred seine Antworten fand und zu Hause umsetzen möchte. Am Abend stand noch eine Auszeichnung auf dem Programm. Jan Gloger, mit sein 40 Jahren mit Behinderung, immer vom Sportunterricht befreit, hat diesen Abend nach erfolgreicher praktischen und theoretischen Prüfung seinen Tauchschein erhalten.
Sonntag teilten sich die Wege. Während der eine Teil schon wieder in heimatliche Gefilde abzog, ging es für einige noch nach Krugsdorf bei Pasewalk zum dortigen Baggersee.Leider hatte man dort nicht soviel Glück mit der Sicht wie im Stechlinsee. Dennoch lautete das Fazit aller: Ein gelungenes Tauchabenteuer, welche schnellstens wiederholt werden muß.
Damit diese Veranstaltung überhaupt zustande kommen konnte, waren Sponsoren und natürlich Helfer und natürlich einer der alle Fäden zusammenführt notwendig. Auf diesem Wege möchten wir uns bei folgenden passiven und aktiven Mitwirkenden bedanken: Haus Rheinsberg, Cafe Tucholsky, Förderverein für Querschnitt- gelähmte M/V e.V., Orthopädietechnik Starkowski Greifswald, OTTO BOCK, Coloplast, Das Dörten, Torsten der Orgasnisator.
DANKE und bis zum nächsten Mal
Daniel Lemke
